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Nothilfe Mensch e. V. Im Dienst der Menschlichkeit
Die Ärmsten der Armen hierzulande bleiben zurück

Strassenkinder


Mit dem Begriff "Straßenkinder" werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren bezeichnet.
Armut und Gewalt in der Familie sind häufige Ursachen dafür, dass junge Menschen auf der Straße landen.



Schätzungsweise 20.000 Kinder und Jugendliche leben in Deutschland auf der Straße,

die ihre Tage mit der Beschaffung des nächsten Schlafplatzes, von Lebensmitteln und Drogen verbringen. Sie haben gelernt zu nehmen, was kommt, auch wenn nichts kommt. Seit der frühen Kindheit in desolaten Familien misshandelt, vernachlässigt, traumatisiert und schließlich verjagt. Sie haben mehr vom Leben gesehen, als für reibungslose Erziehbarkeit gut ist. Sie haben aufgehört, sich von Eltern sinnlos sanktionieren zu lassen, die nicht einmal für sich selbst sorgen können. Und sie haben aufgehört, sich von Sozialpädagogen etwas vorschreiben zu lassen, die selbst überfordert an ihren eigenen Arbeitsbedingungen scheitern. Sie gelten als „betreuungsresistent“. Sie können „das Angebot“ der staatlichen Jugendeinrichtungen „nicht annehmen“. Das bedeutet, dass sie selber schuld sind, wenn sie auf der Straße leben.


Die Jugendämter sind oft über­fordert wie die zerrütteten Familien,
die sie ausgestoßen haben!

Ausgebrannte Betreuer können oft nicht ­anders, als mit Ultimaten zu arbeiten: Wer nicht um 18.00 Uhr anwesend ist, wer nicht bereit ist, fürs Schuleschwänzen ein Ausgehverbot hinzunehmen, wer nicht Ruhe gibt, der fliegt.
Und sie geben keine Ruhe. Diese schwierigen Kids haben auf ihre Erfahrungen hin eine These entwickelt, die alles andere als weit hergeholt ist. Sie lautet: Niemand will mich. Auf der permanenten Suche nach Bestätigung dieser These dehnen sie permanent die Grenzen des Erlaubten, bis sie eine entsprechende Reaktion provoziert haben, die ihre These stützt.

Niemand im Staat ist entspannt genug, diese Kids zu nehmen, wie sie sind – und ihnen dennoch zu geben, was sie zum Leben brauchen. So fallen sie durch die Maschen der staatlichen Versorgung, weil eine sozialromantische Gesellschaftsordnung Kinder im Kreis ihrer Familien organisiert und nicht auf der Straße.

So stehen sie genau dort: ohne Anspruch auf irgendwas, weil sie für alles zu jung sind. Hartz4, keine Sozialhilfe, - nichts. Sie haben nichts, dürfen nichts, bekommen nichts! Ständig müssen sie von überall verschwinden.

13, 14 Jahre alte Mädchen gehen für zehn oder 20 Euro auf den Strich, um sich mit Tabletten zudröhnen zu können. Selbstmordgefährdete oder „fremdgefährdende“ Jugendliche werden aus psychiatrischen Anstalten wieder weggeschickt, ausgestattet nur mit einem Plastiksack voller Psychopharmaka. Fast alles, was sie machen, wird gegen sie verwendet. Eine Sozialpädagogin, die anonym bleiben will, gibt ein Beispiel: Eine 16-jährige Drogensüchtige wurde von einem der Einrichtungen auf die Straße gesetzt, weil das Mädchen als „nicht kooperationsbereit“ eingestuft wurde.
Der Grund: Sie hatte sich geweigert, einen Vertrag zu unterschreiben, in dem sie sich unter anderem zum Nichtrauchen verpflichten sollte. Ihre Weigerung, etwas zu unterschreiben, was sie nicht einzuhalten gedachte, wurde nicht etwa als Paktfähigkeit eingestuft, sondern als Entlassungsgrund. Die Betreuerin: „Der Staat reagiert wie die zerrütteten Familien. Keine soziale Intelligenz, keine menschliche Größe. Nur Aug um Aug und Zahn um Zahn.“

Das Paradox, jung aber ohne Zukunft zu sein
Es sind Jugendliche mit anderen Lebensgewohnheiten und anderem Verhalten als die herkömmlichen Penner. Sie schlafen nicht in Pappkartons und haben keine verschlissene Kleidung, sie kommen nicht in die gewöhnlichen Einrichtungen für Obdachlose, auch weil sie nicht gern gesehen sind. 
Schließlich fühlen sie sich nicht als ein Teil des Volkes der Obdachlosen, von denen sie sich ständig abzugrenzen versuchen.
Andererseits unterscheiden sie sich manchmal nicht von ihren Gefährten auf der Straße, weil sich ihr Zustand durch Rauschgiftkonsum stark verschlechtert hat. Oft trifft man auf der Straße drogenabhängige Jugendliche, die HIV-positiv oder AIDS-krank sind und nicht einmal nach einem Krankenhausaufenthalt Aufnahme in entsprechenden Strukturen gefunden haben. Und das erschwert ihre schon schwierige Lebenslage.
Die Sterblichkeitsrate aufgrund einer Überdosis oder aufgrund schlechter Rauschmittel ist sehr hoch. Und manchmal kann man wahre Selbstmorde aufgrund von Einsamkeit und Verzweiflung vermuten.


Von oben begrüßt, von unten gefordert, dazwischen verhindert!

Viele Hilfsprojekte scheitern an der Bürokratie der EU, weil ihnen die Kontakte zu Förderstellen fehlen. 
Probleme von Hilfeorganisationen im Umgang mit der EU-Bürokratie – in der sich niemand kompetent und handlungsfähig fühlt:
Oft fehlen bei humanitärem Engagement der nötige Apparat und das Netzwerk, um sich Zugänge zu den Förderstellen zu verschaffen.

Betreuungseinrichtungen für Straßenkinder und verwahrloste Jugendliche stoßen meist nur auf "verstopfte Kanäle", wenn sie in der EU um Unterstützung anklopften. Dabei erweist sich die erforderliche Bürokratie als unüberwindbares Hindernis.

Die Konzeption hierzu:



Ziel ist es, Zugang und Vertrauen aufzubauen,


dabei ist zu berücksichtigen, das die allermeisten den direkten Kontakt zu staatlichen Behörden scheuen. 
Deshalb ist es wichtig, sie in einem neutralen, geborgenen Umfeld aufzunehmen (betreutes Wohnen), medizinisch zu versorgen und sie erst einmal "ankommen zu lassen".
Wenn es hier wirklich um das Wohl dieser -meist noch sehr jungen- Menschen gehen soll, muss man ihnen einen geeigneten Therapieplatz anbieten und dabei die vielen bürokratischen Hürden einmal außen vor lassen! Zuvor muss man mit diesen Menschen vernünftige Gespräche führen um so einen Zugang zu ihnen aufzubauen und ihnen erklären, dass sie für uns - die Gesellschaft - wichtig sind! Gelingt dies, würden viele von ihnen einen Therapieplatz auch annehmen.

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