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Nothilfe Mensch e. V. Im Dienst der Menschlichkeit
Die Ärmsten der Armen hierzulande bleiben zurück

Thema Notunterkunft

Wenn abends die Dämmerung über Deutschland zieht, stehen Obdachlose wieder vor der Frage: Wohin, wenn die Nacht einbricht? Einer von ihnen ist Hans. Der 32-Jährige sitzt an dem großen Esstisch im Kölner „Notel“ und schlingt gierig seinen Aprikosenkuchen herunter. Er war im Gefängnis, ist drogensüchtig und obdachlos.
Insgesamt 17 drogenabhängige Obdachlose können im „Notel“ essen, duschen und schlafen. Hans versucht jeden Abend, ein Bett in einer Kölner Notunterkunft zu ergattern. Aber gerade im Winter werden die Plätze knapp. Hans hat schon öfter Pech gehabt: „Wegen Überfüllung wurde ich weggeschickt. Dann musste ich auf der Straße pennen. Das war arschkalt und unbequem.“
Hans ist nur einer von vielen. Viele Tausend Menschen leben in Deutschland auf der Straße – Tendenz weiter steigend!
Nach Schätzung der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W) wird ihre Zahl in den nächsten Jahren weiter stark wachsen, auch in Nordrhein-Westfalen.Die Sprecherin der BAG W belegt den Trend mit der gestiegenen Zahl an Räumungsklagen und Kündigungen. „All das deutet auf einen enger werdenden Wohnungsmarkt hin. Und Wohnraum ist für Obdachlosigkeit der entscheidende Faktor.“
Bei steigenden Mieten geraten Arbeitslose und Geringverdiener in eine Abwärtsspirale, können ihre Schulden nicht mehr abbauen und müssen schließlich ihre Wohnung verlassen. „Das ist ein Kreislauf, der in jedem Fall im Schlechten endet“.


Auch in Köln haben viele Hundert Menschen kein Dach über dem Kopf. Zu den 70 Notschlafplätzen kommen in den kalten Monaten weitere 34 hinzu. „In Köln gibt es große Engpässe. Ballungsgebiete sind überhaupt sehr stark betroffen. Dort ist kaum noch preiswerter Wohnraum vorhanden, wie auch in Düsseldorf.

Die Landeshauptstadt hat für die kalte Jahreszeit nur 130 Notschlafstellen eingerichtet. „Bei Bedarf werden auch Schlafsäcke verteilt“, sagt der Oberbürgermeister. Auch in Düsseldorf leben viele Hundert Menschen auf der Straße.




Trotz dieses Hilfsangebotes ziehen viele Wohnungslose die Übernachtung im Freien vor! Sie fürchten in den Schlafsälen Diebe, Krankheiten und Gewalt!


In vielen Schlafsälen bestehlen sich die Obdachlosen gegenseitig, sagt eine Sprecherin der Stadt Bonn. Von „Gewalterfahrungen und Abzockerei“ spricht Eckhard Sundermann beim Diakonischen Hilfswerk in Bochum. Auch die Angst vor Krankheiten und Ungeziefer treibe viele in Hauseingänge und Fußgängertunnel. „Wir können die Menschen nicht gegen ihren Willen irgendwo unterbringen“, heißt es in Duisburg. Werena Rosenke gibt aber zu bedenken: „Wie freiwillig ist dieses Wollen?“ Psychisch Kranke oder Betrunkene könnten eben nicht immer ganz frei entscheiden.

Auch in Bonn soll niemand in der Kälte schlafen müssen. „Alle kommen unter. Selbst, wenn wir irgendwo noch ein Bett im Speisesaal unterstellen müssen“, sagt eine Sprecherin der Stadt. 90 Betten sind in der ehemaligen Bundeshauptstadt belegbar. Trotzdem verweigern auch dort einige Menschen die Hilfsangebote und verkriechen sich unter Brücken oder auf Parkbänke. Deshalb sind die Sozialarbeiter im Winter vehementer. Die Sprecherin bestätigt: „Man muss die Leute wachrütteln.“


Das Dortmunder Sozialamt fühlt sich für die kalte Jahreszeit gewappnet. Rund 50 Notschlafplätze gibt es dort, die Zahl der Obdachlosen wird allerdings ebenfalls auf mehrere Hundert Menschen geschätzt. „Viele sträuben sich. Die wünschen sich das, was wir unter freiem Leben verstehen“, sagt Anke Widow, Sprecherin der Stadt Dortmund.

In Duisburg und Gelsenkirchen werten die Behörden ihr Notprogramm der letzten Jahre als Erfolg. „Wir haben Gott sei Dank keinen Nachholbedarf“, sagt ein Mitarbeiter des Duisburger Sozialamtes.

In Gelsenkirchen nutzen etwa 50 Wohnungslose die Schlafstellen. Das Hilfswerk Caritas und andere Experten schätzt ihre Zahl allerdings auf mehere Hundert Menschen.




Es geht auch anders - menschenwürdiger - zeitgemäßer:


In unser "geschützten Notunterkunft", die sich leider nur auf wohnungslose Frauen bezieht, verfügt jede Person über ein eigenes Zimmer. Paare können sich ein größeres Zimmer teilen. Die Unterkunft ist modern möbiliert und ausgestattet. Jede Bewohnerin erhält einen eigenen Haus- u. Zimmerschlüssel so dass man kommen und gehen kann, wann man will.

Anders als in den städtischen Notschlafstellen können unsere Bewohnerinnen dort wirklich über einen längeren Zeitraum wohnen und sich gleichzeitig polizeilich anmelden.Die Unterkunft verfügt neben einem Badezimmer auch über ein Wohnzimmer und einer voll ausgestatten Küche, die gemeinschaftlich genutzt werden kann. Fernseher, Waschmaschine, Radio- CD-Player sind ebenfalls vorhanden.

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