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Nothilfe Mensch e. V.
Im Dienst der Menschlichkeit.

Sabrina Tophofen - authentisch, ergreifend, erschütternd

 

Wenn Ihr mit den Augen nichts mehr sehen könnt,
öffnet einfach Euere Herzen. (Claudine Sabrina Tophofen)


Jeden Tag werden Kinder sexuell missbraucht - dass muss aufhören!


Als Kind jahrelang sexuell missbraucht....Sabrina Tophofen bei Markus Lanz - authentisch, ergreifend,...

Gepostet von Horst Renner am Freitag, 26. Oktober 2018



·         Verlag: BVK Buch Verlag Kempen GmbH; Auflage: 2., Aufl. (13. März 2017)

·         Sprache: Deutsch

·         ISBN-10: 9783867405621

·         ISBN-13: 978-3867405621

·         ASIN: 386740562X

·         Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre

Lebenslänglich: psst ... wenn nachts der Papa kommt
von Sabrina Tophofen (Autorin)

Kindesmissbrauch ist Mord an einer Kinderseele! Sabrina Tophofen bricht mit dem Tabuthema Kindesmissbrauch! Aus der Sicht und mit den Worten eines Kindes beschreibt Sabrina Tophofen ihre traumatischen Missbrauchs- und Misshandlungs-Erfahrungen. Ihre Sprache ist authentisch und aufwühlend zugleich.

Sie berichtet von dem Gefühl des absoluten Ausgeliefertseins, der ständigen Angst und auch von dem Zwiespalt ihrer Gefühle zwischen dem Urvertrauen zu den Eltern und dem zunehmenden Hass auf genau die, die sie doch eigentlich so liebt. Ihre Geschichte macht betroffen, lässt den Leser oftmals hilflos und auch unendlich wütend zurück.

Aufgebrochen werden die Schilderungen ihrer Kindheitserfahrungen durch Reflektionen der Autorin als Erwachsene, also aus der heutigen Sicht. Sie zeigt eindrucksvoll, dass sie zwar durch den Missbrauch ein Lebenslänglich bekommen hat, weil die Erinnerungen immer wieder präsent sind.

Aber sie macht auch deutlich, dass sie nicht an diesen Erfahrungen zerbrochen ist, sondern heute, als Mutter von fünf Kindern und einem Pflegekind, nach zwei Ausbildungen, mit beiden Beinen im Leben und mit großer Präsenz ihre Frau steht. Sabrina Tophofen ist keine, die ein Blatt vor den Mund nimmt. Offen und vehement prangert sie die in weiten Teilen der Bevölkerung verbreitete „UnKultur des Wegschauens“, des „Sich-nicht-Einmischens“, der mangelnden Zivilcourage an.

Ebenso kritisiert sie das in ihren Augen ungerechte Rechtssystem, das oftmals eher den Täter als die Opfer unterstützt. Schließlich macht die Autorin deutlich, dass nicht die Opfer die Schuldigen sind. Vielmehr macht sie allen Betroffenen Mut, dass sie nicht allein sind, dass es Menschen gibt, die ihnen helfen können. So stellt sie abschließend eine Reihe von Einrichtungen vor, an die sich Betroffene wenden können.


Mit elf Jahren bricht Sabrina aus dem Kinderheim aus und macht sich auf den Weg nach Köln. Sie landet auf der Domplatte, wo sie zum ersten Mal Geborgenheit und Schutz erfährt, aber auch Gewalt und Aggression, Drogenkonsum und Missbrauch unter den Obdachlosen kennenlernt, die hier leben. Auf einzigartige Weise dokumentiert Sabrina ihren täglichen Kampf ums Überleben - für das Recht auf Selbstbestimmtheit und Akzeptanz.

Hier drei Rezensionen der SchülerInnen des Michaeli-Gymnasiums München:

I.)
Die Autobiografie begleitet die Autorin auf ihrem langen, schweren Weg, ab dem Moment, als sie von ihrem gewaltsamen Zuhause entfloh, über ihr von Drogen aber auch von guten Freunden geprägtes Leben auf der Straße und den täglichen Kampf ums Überleben bis zum "Happy End". Direkt und ehrlich beschreibt S.T. ihren erschütternden Lebensweg, die Leute, die sie traf und wie sie trotzdem sie selbst blieb.
Mich hat das Buch sehr berührt und erschüttert, vor allem, weil man ja weiß, dass die Geschichte wahr ist. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, habe mit "Topi" mit gefiebert und wegen ihrer teils grausamen Erfahrungen sogar Tränen vergossen.
Ich kann das Buch für den Unterricht nur empfehlen, weil es Diskussionsstoff liefert, man viel über das Buch hinaus erfahren kann und weil man vor Augen geführt bekommt, wie viel Glück man doch selbst hat.

II.)
Sabrina Tophofen (heißt im Buch Claudine Tophofen) erzählt von ihrem Leben als Straßenkind. Mit zehn Jahren kam sie ins Heim, weil ihre Eltern sie geschlagen und missbraucht haben.
Ein Jahr später haut sie ab, da sie im Heim gemoppt und bedroht wird, und kommt nach Köln auf die Domplatte. Von dahin lebt sie sechs Jahre als Straßenkind mit anderen in Köln. Mehrmals hat sie Ärger mit der Polizei und ist drogenabhängig.
Ich finde es gut, dass es wahr ist und (fast) nichts dazu erfunden wurde.
Was ich persönlich nicht so gut finde, ist, dass sie die meiste Zeit bekifft oder high ist. Wer solche Bücher mag, sollte es auf jeden Fall lesen. Wer nicht, Finger weg!

III.)
Ich kann das Buch "So lange bin ich vogelfrei" von Sabrina Tophofen nur weiterempfehlen. Es geht um Sabrina selbst, die aus dem Heim ausgerissen ist und dann auf der Domplatte lebt. Durch zahlreiche Rückblicke wird das Muster von Sabrinas (auch Topi genannt) Geschichte immer deutlicher. Der Leser kann in das Buch eintauchen und fühlt sich so, als ob er selbst auf der Domplatte wäre. Man erfährt auch, was Topi in ihrer Kindheit widerfahren ist.
Durch dieses Buch wird verdeutlicht, wie schlimm es für Kinder, die kein Zuhause mehr haben, auf der Straße ist. Zum Beispiel rutschen die Jugendlichen immer wieder in die Drogen und Alkoholwelt ab.
Man kann auch eine Moral der Geschichte erkennen. Bei einem ständigen Hoch und Tief zwischen Topi und ihren Freunden lernt man, wie wichtig es ist, ein paar Leute zu haben, die immer für einen da sind.
Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, weil es interessant, spannend und lehrreich ist.




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