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Nothilfe Mensch e. V.
Im Dienst der Menschlichkeit.

Straßenkinder auffangen und eine Perspektive geben

Ein Projekt der Nothilfe Mensch e. V.:

 „Straßenkinder auffangen und eine Perspektive geben“,

Obdachlose Kinder, sogenannte „Straßenkinder“ leben nicht freiwillig auf der Straße. Meistens werden sie zuhause misshandelt und missbraucht und fliehen aus ihren prekären Familienverhältnissen  auf die Straße deutscher Großstädte.

Dort wartet auf sie neben völliger Verwahrlosung, weiterer sexueller Missbrauch und Gewalt, Alkohol- und Drogenabhängigkeit und Abstieg ins kriminelle Milieu. 

Mit unserer Projektarbeit: „Straßenkinder auffangen und eine Perspektive geben“ wollen wir dieser fatalen Entwicklung gezielt entgegenwirken und Betroffene bei der (Re-)Integration in Schule, Ausbildung, Arbeit und Gesellschaft helfen.

Dabei gilt es zunächst Zugang und Vertrauen zu den Betroffenen zu schaffen, um ihre Kompetenzen und Persönlichkeit zu stärken.

Unser Angebot soll insbesondere diesen jungen Menschen im Alter von 12 bis 26 Jahren zu Gute kommen, denen eine Perspektive für die Zukunft fehlt und die durch ihre besondere Problemstellung nur schwer zu erreichen sind.

Den idealen Rahmen hierfür bildet dabei unsere -bundesweit einzigartige- neu geschaffene Einrichtung in der Marktstr. 59 c, direkt im Zentrum 47798 Krefelds.

Dort befindet sich eine ganzjährig und rund um die Uhr geöffnete Anlaufstelle, in der sich Betroffene -in ruhiger Atmosphäre- zunächst einmal satt essen können. Darüber hinaus bietet unser Haus eine Duschanlage und eine umfangreich ausgestattete Kleiderkammer. In der 1. Etage unseres Hauses befindet sich das Beratungsbüro und im 2. OG ein großer Freizeitraum, der u. a. mit 1 Billardtisch, ein Fußballkicker und zahlreichen Spiele ausgestattet ist.

Für die Zielgruppe bildet unsere Einrichtung damit passgenau den so dringend benötigten Einstieg und Ausgangspunkt, um mit einer sich anschließenden, gezielten sozialpädagogischen Einzelfallbearbeitung beginnen zu können. Dabei arbeiten wir mit freien Jugendhilfeträgern, Jugendämtern, Schulen, Jobcentern, Agenturen für Arbeit und weiteren Hilfseinrichtungen eng zusammen.

Unser Ziel ist es, zusammen mit den Jugendlichen neue, auf ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmte Perspektiven zu entwickeln und dazu passende Hilfen zu initiieren.

In Beratungsgesprächen stellen wir zunächst den benötigten Hilfebedarf fest. Je nach individuellem Fall leisten wir Elternarbeit, vermitteln zwischen Jugendamt und Jugendlichem und versuchen die passende Unterbringungsform zu organisieren.

Dies kann beispielsweise im betreuten Einzelwohnen, in Wohngemeinschaften oder in einem Jugendwohnheim sein. Je nach Hilfebedarf können die Jugendlichen auch an andere Beratungsstellen wie etwa die Schuldnerberatung, Wohnungslosenhilfe, Drogenhilfe oder an andere Beratungs- und Therapieangebote weiterverwiesen und ggf. auch dorthin begleitet werden.

Für Betroffenen ist es wichtig, Angebote nutzen zu können, in denen sie die Möglichkeit haben, sich mit ihren individuellen Handlungsweisen und Kompetenzen auseinanderzusetzten und diese mit Vertrauenspersonen zu reflektieren und zu diskutieren.

Im Idealfall entwickeln sich in diesem Prozess individuelle, realistische Zukunftsvorstellungen, die die Voraussetzung für gelingende Hilfeprozesse darstellen.

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